Autorenfrust

Kategorie: Autorenfrust

So, heute füttere ich die Kategorie: Autorenfrust.

Ja, es ist mal wieder eine Absage eingetrudelt. Natürlich weiß ich, dass es in unserem Metier normal ist. Ich weiß auch, dass es nicht bedeuten muss, dass deswegen gleich alles Talent von mir abfällt, und dennoch, ich muss es zugeben, nagt es an mir.

Gewöhnt man sich eigentlich eines Tages daran?

Ich bezweifle es…

Wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche!

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8 thoughts on “Kategorie: Autorenfrust”

  1. Ich glaube schon, dass man sich daran gewöhnt. Ich habe lange Zeit nach einer Agentur gesucht und außer bei zwei dubiosen, bekam ich nur Absagen. Irgendwann wurd’s mir zu bunt, sodass ich meinen Roman bei einem Selbstverlag veröffentlichte. Mit einem anderen Manuskript suchte ich weiter und habe nun eine Agentur gefunden. Aber nun trudeln die Absagen von den Verlagen ein, zum Teil sogar begründet. Das nagt aber nicht mehr halb so sehr an mir, wie die allerersten Absagen.
    Dazu sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass es extrem auf die Tagesform ankommt. Manchmal zuckt man mit den Schultern und es geht fast spurlos an einem vorbei, und dann gibt es so Tage, an denen bricht die halbe Welt zusammen, weil ein Verlag oder eine Agentur eine Absage schickte.
    Die härteste Absage, die ich mal bekam, war damit begründet, dass ich kein Talent habe. Das ging rein! Autsch! Kurz darauf kam die Zusage einer anderen Agentur (die ich persönlich besser finde ;)). So läufts halt. ABER: Man gewöhnt sich dran :).

  2. Leider gewöhnt man sich nicht daran.
    Aber ich finde es mutig, dass du darüber schreibst.
    Der Beruf ist hart und man braucht Emotionalität zum Schreiben und ein dickes Fell gegen die Absagen. Wie soll das gehen?
    Ich drücke dich jedenfalls ganz fest. Glaub an dich und gib nicht auf.
    Annette

  3. Liebe Mirjam,

    Da gewöhnt man sich nie dran! Es mag Autoren geben, an denen das abprallt, aber da behaupte ich einmal ganz frech, das sie unter absoluter Selbstueberschaetzung leiden. Mal ehrlich, eine Absage trifft einen immer persönlich, wenn sie auch nicht persoenlich gemeint ist.
    Ich fühle mit Dir und finde es total schade. :(
    Melde mich nachher mal per Mail…

    Alles Liebe
    Nikola

  4. Liebe Mirjam,
    ich denke auch, dass man sich nie daran gewöhnt, gerade weil man nichts nur mit „halbem Hintern“ schreibt. Jeder Buchstabe, jedes Wort … sind, egal, wie lange man schreibt, immer Geistes- und Seelenbabys, und es ist enttäuschend, wenn sie kein Zuhause finden. Ich denke, dass es im ersten Moment auch gar keine große Rolle spielt, warum das nicht klappt. Egal, wie sehr man es ggf. nachvollziehen kann, Enttäuschung ist da, und wer nicht gefrustet oder enttäuscht ist, der muss schon ein sehr, sehr, sehr dickes Fell haben.
    Wobei ich aber sagen muss, dass meine Enttäuschung bei Kurzgeschichten inzwischen nicht mehr ganz so groß ist – trotz gleichwertiger Arbeit und „Mühen“ wie bei den „Großen“. Komischerweise bin ich bei KG wesentlich optimistischer. Irgendwie gibt es fast immer ein Alternativzuhause ;-)
    Viel mehr Frust bereiten mir, ehrlich gesagt, die großen Projekte. LiRo-Projekt ist auch wieder ergebnislos getingelt. Na ja, Schwamm drüber.
    Ich bin sogar noch mehr frustriert, wenn ich von Kollegen, deren Geschriebenes ich schon lange mit offenen Augen und offenem Mund verfolge, lese, dass sie noch immer keine Agentur gefunden haben, andere Kollegen aber eine haben, dort aber in der Luft hängen, weil das Projekt trotzdem nicht an den Verlag zu bringen ist. Da könnte ich ganze Frustlieder singen …
    Es ist aber auch absolut legitim, die Enttäuschung mal auszusprechen.
    Lass dich nicht unterkriegen! Ich drücke dir ganz dolle die Daumen für die anderen Projekte in der Warteschleife.
    Liebe Grüße
    Sinje

  5. Vielen, vielen Dank für eure lieben und aufmunternden Worte!
    Sie haben so unendlich gut getan.

    Einerseits, weil sie mir zeigten, dass ich nicht alleine dastehe mit meinem Frust und andererseits auch, weil ich spüre, dass ihr mich versteht. Es wird nicht die letzte Absage sein, die ich erhalten habe. Doch solange ich wieder aufstehe und nicht daran verzweifle, machen sie mich stärker. Und etwas Gutes hat es dennoch. Ich weiss einmal mehr mit hundertprozentiger Sicherheit, dass ich meinen Weg weitergehen will und werde.

    Ganz, ganz lieben Dank an euch alle!
    Fühlt euch ganz doll gedrückt von mir!!
    Mirjam

  6. Liebe Mirjam,
    Cathrin hat recht, es kommt schon sehr auf die Tagesform an. Wenn man eh schon in der „Wieso sollte die Welt eigentlich NOCH ein Buch brauchen?“-Stimmung ist, ist es härter, als wenn man von seinem Text überzeugt ist und sich vergegenwärtigt, dass die Geschmäcker eben doch verschieden sind.
    Ich bekam mal eine Absage von einer Agentin, die eigentlich sehr mochte, was und wie ich schrieb. Die Begründung: Verlage wollen derzeit noch ein „großes“ Thema. Lesbische Protagonistin oder 50+. Meine Idee war dahingehend aber nicht umzuschreiben (ich hätte das auch nicht gewollt), weshalb sie eben absagten. Ich habe lange mit ihr darüber gesprochen. Irgendwann habe ich dann von einer Kollegin gehört, dass die Agentin immer noch nicht sicher war, ob eine andere Agentur es nicht vielleicht doch gewagt hätte. Aber ich wollte halt DIESE Agentin, tja ;-)

    Ich bin ganz sicher, irgendwann klappt es auch bei dir.

    Cathrin, ich finde es ganz schlimm, wenn jemand mangelndes Talent als Absagegrund nennt. Da mangelt es wohl eher dem Agenten / Lektor an Taktgefühl. Und Weitsicht. Jeder entwickelt sich irgendwann weiter, schließlich ist Schreiben harte Arbeit.

    Liebe Grüße!

    1. Liebe Petra,
      Wie schön dich in meinem Schreibatelier zu lesen: Herzlich willkommen =)

      Vielen Dank für deine Antwort und dein berichten aus eigener Erfahrung. Das macht mir Mut!
      Ich bin überzeugt, es kommt enorm auf die Tagesform an – sowohl beim Autor, wie auch bei den Agenten und Verlegern. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, so vieles, dass ich als Autor nicht beeinflussen kann, dass es schlussendlich auch eine gehörige Portion Glück braucht, um zu den Auserwählten zu gehören. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als weiter zu machen. Zu schreiben und es erneut zu versuchen.
      Und da ich sowieso nicht ohne das Schreiben sein kann und will, bin ich ja auf dem besten Weg….

      Schicke dir ganz liebe Grüsse zurück & ein grosses Dankeschön für deine Worte,
      Mirjam

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