Autorenalltag, Autorenfrust

Es hagelt…

 …Absagen.

Eine nach der anderen trudelt hier rein. Und so langsam nagt es an mir und an meinem Ego.

Ich weiß: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Aber wenn die Gewinne immerzu ausbleiben, schwindet die Motivation den Schritt zu wagen.

Fragen wie: Schreibe ich nicht gut genug? Habe ich kein Talent? Woran bin ich gescheitert?…drängen sich mir auf. Und alle Gegenargumente prallen an mir ab, wie an einer Schutzmauer. Doch das Schlimmste ist: Es raubt mir momentan gänzliche Freude am Schreiben. Wieso? Wieso kann ich nicht einfach schreiben und es nur für mich tun? Wieso brauche ich den Beweis einer Veröffentlichung? Und wieso versuche ich es immer wieder, wenn ich momentan offenbar keine Chance habe. Es ist einfach nur frustrierend. Ich glaube, ich brauche eine Pause….

Eine Pause vom Schreiben, eine Pause von den Kurzgeschichten, eine Pause von all meinen Manuskripten… die Motivation fehlt, das Gefühl es zu können auch…

Vielleicht ist es auch nur eine Phase.

Ich hoffe es.

PS: Entschuldigt meine Stimmung. Ich weiß, morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus =)

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8 thoughts on “Es hagelt…”

  1. Liebe Mirjam,

    lass Dich ganz fest drücken, von einem Schreiberling, der ebenfalls schon etliche Standardabsagen erhalten hat.
    Natürlich kannst Du es! Natürlich hast Du Talent! Du hast doch schon einige Kurzgeschichten veröffentlicht, dass ist viel mehr als andere geschafft haben.
    Das Problem ist allein, dass kein Mensch (und erstrecht kein Lektor) die Manuskripte liest, die ungefragt eingesandt werden. Also reine Papier-, Energie- und Portoverschwendung überhaupt etwas wegzuschicken. Der ‚kurze‘ Weg über die Verlage funktioniert heute überhaupt nicht mehr. Ohne Agent läuft nix.
    Und dann ist der lange Atem die wichtigste Eigenschaft des Autors. Ich will Dich jetzt nicht damit langweilen, wie viele Jahre ich schon brotlos vor mich hintippe …
    So eine Absage ist jedesmal ein kleiner Tod, da muss man sich ein dickes Fell wachsen lassen. Hoffentlich bist Du jetzt nicht völlig demoralisiert. Mach eine Pause, liebe Mirjam, und pflege Dich, verwöhne Dich!
    Und dann schreibst Du einfach weiter, weil Du ohne sowieso nicht leben kannst.

    Alles Liebe und ein Trostküsschen
    Nikola

    1. Liebe Nikola,
      Ich danke dir ganz herzlich für deine Worte. Sie haben mir unglaublich gut getan! Du hast recht, denn du weisst wie es ist ein Schreiberling zu sein. Es ist mir bewusst, das ich nicht ohne das Schreiben sein kann, und das will ich auch gar nicht. Aber ich habe seit fast einem Jahr nie wirklich ein Wochenende eingelegt, einfach mal zwei Tage nichts geschrieben – denn wenn ich am Schreiben bin, dann kann ich die Ideen übers Wochenende nicht einfach abschalten. Aber ich denke, es war einfach zu viel. Irgendwann zeigt einem Geist (& Körper), wo die Grenzen sind. Ich habe nun den dritten Tag nichts geschrieben. Ich vermisse es. Doch diese Woche werde ich einfach entspannen. Ausgehen, Filme anschauen, mit meinen Kindern spielen, zu meinem Pony gehen, mit Hundi sein, Kaffee trinken, stundenlang telefonieren, einfach mal ein Buch lesen…

      Ich schicke dir eine Umarmung und sage dir: Dankeschön!
      Auch dir alles Liebe!

      Herzlichst, mirjam

  2. Auch ich drücke Dich!
    Was Du jetzt brauchst, ist ein kleiner Seelenstreichler, darum schicke ich heute einen los, damit in Deinem Briefkasten bald auch etwas Schönes liegt….
    Gönne Dir eine schöne Pause und dann schreibe weiter.
    Du kannst es!
    Alles Liebe,
    Alexandra

    1. Vielen, vielen Dank, liebe Alexandra!!! Ich habe eben gerade den Briefkasten geöffnet und da lag dieses braune Couvert mit meinem Namen drauf. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Du bist unglaublich! Aber so viel möchte ich dir schreiben: Du hast mir mit Deinem Seelenstreichler eine wirklich riesengroße Freude bereitet. Und ich weiß jetzt schon, dieses Büchlein fülle ich mit ganz besonderen Worten, Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen. Es ist wundervoll und mit so viel Liebe gemacht. Du hast mir damit nicht nur ein glückliches Lachen beschert, deine Worte ließen mein Herz hüpfen vor Freude. Und ich werde Deine Worte in mein Herz schließen und fest daran glauben. Versprochen.
      *ichdrückDichganzfest*
      Dankeschön, Du bist wirklich ein Engel!

  3. Das ist die schrecklichste Phase des Schreibens – die Suche nach einem Verlag. Du überlebst sie nur, wenn du 1.) hartnäckig immer weiter die Verlage abklapperst und 2.) dein Herz dabei ganz tief in die Kühltruhe packst.
    Glaub an dich!
    Gruß Annette

    1. Liebe Annette, ich staune immer wieder, wie treffend du in wenigen Worten das ausdrücken kannst, was ich meine.
      Ich danke Dir für deine Worte! Ich gebe nicht auf, ich werde weiterschreiben, weil ich gar nicht anders kann.
      Und weisst du was? Für meine nächsten Schritte, räume ich zuerst ein Kühlfach aus und verstaue zuallererst sicher mein Herz darin auf ;)
      Ganz liebe Grüsse an dich!
      mirjam

  4. liebste mirjam
    das tut mir sehr leid zu lesen! ich sende dir ganz viel kraft & motivation. gib bitte nicht auf, sondern lass deinem talent freien lauf! :) und ich bin mir sicher, dass auf diese phase schon bald wieder eine folgen wird, die dich mit glück überhäuft & dir ein strahlendes lächeln ins gesicht zaubert …

    1. Liebe tamira,
      Vielen Dank für deine lieben und aufmunternden Worte!
      Ich gebe nicht auf, versprochen. Ich befürchte viel eher, ich kann gar nicht ohne das Schreiben sein.
      *drückdich*

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